Starthilfe für Ambulante Dienste in Belarus

Familienunterstützender Dienst in Tarrassowo/Belarus

Die Nieder-Ramstädter Diakonie unterstützt seit 2009 in partnerschaftlicher Kooperation den Aufbau eines Familienunterstützenden Dienstes in Belarus (Weißrussland). Konkret bedeutet dies, dass die Nieder-Ramstädter Diakonie für zunächst drei Jahre finanzielle Mittel für Personalkosten und fachliche Begleitung bereitstellt, um in Tarrassowo – nahe bei der Hauptstadt Minsk – Familien mit behinderten Angehörigen zu beraten und zu unterstützen. Auch ein fachlicher Austausch in Form von wechselseitigen Praktika ist Teil der Kooperation zwischen Nieder-Ramstädter Diakonie und Tarrassowo.

Träger der Arbeit in Tarrassowo ist die dortige russisch-orthodoxe Kirchengemeinde, die bereits ein Kurzzeit-Haus betreibt, in dem Menschen mit Behinderung Freizeiten verbringen können. In diesem Haus wird mit Mitteln der evangelischen Kirche in Hessen und Nassau ein Büro mit Beratungsräumen für Eltern eingerichtet.

Die Situation von Menschen mit Behinderung ist in Belarus - ebenso wie in den anderen Staaten der ehemaligen Sowjetunion – insgesamt noch sehr bedrückend. Staatliche Angebote gibt es nur bis zum Ende des Schulalters, während erwachsene Menschen mit Behinderung zumeist ohne Förderung zuhause in ihren Familien leben. Der Aufbau von Werkstätten für Menschen mit Behinderung beginnt in ganz kleinen Schritten, unter anderem auch mit Unterstützung von diakonischen Einrichtungen aus Deutschland.

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